Inge war als die „Königin der Reeperbahn“ bekannt und in der RTLZWEI-Sozialdoku „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ zu sehen. Nun ist die Obdachlose verstorben. 

Als Jugendliche landet Inge auf der Straße. Durch verschiedene Dokumentationen wurde die „Königin der Reeperbahn“ berühmt – unter anderem wurde sie von einem Kamerateam für die RTLZWEI-Sendung „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ in Hamburg begleitet.

Der plötzliche Tod kommt überraschend. Daniel Schmidt, Inhaber vom bekannten „Elbschlosskeller“, widmet ihr einen Abschiedspost: „Ruhe in Frieden, Inge“, schreibt er bei Instagram.

Wie viele Menschen auf der Straße hat auch Inge mit einem Drogenproblem zu kämpfen. Die Obdachlose war nicht nur in „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ zu sehen, sondern auch in dem Format „Reeperbahn privat! Das wahre Leben auf dem Kiez“. Inge sprach in den TV-Formaten auch immer wieder ernste Themen wie Gewalt auf der Straße an. Sie gestand auch, dass sie Vergewaltigungen als obdachlose Frau erleben musste.

„Seit Sonntag ist es stiller auf dem Kiez“

Besonders emotionale Worte findet der Verein „Leben im Abseits e.V.“, welcher engen Kontakt zu Inge hatte. „Seit Sonntag ist es stiller auf dem Kiez. Inge, Kämpferin und Königin der Reeperbahn ist gestern Morgen verstorben. Als wir Inge vor Jahren kennenlernten, sagte sie: ‚Ich lebe hier seit über dreißig Jahren und ich will hier auch nicht weg. Hier werde ich sterben‘. Mit hier meinte sie ihre Platte vor dem KfC auf der Reeperbahn und nicht weit entfernt davon hat sie ihre Augen gestern Morgen geschlossen.“ Zuletzt soll Inge vor dem „Kentucky Fried Chicken“ auf St. Pauli gelebt haben.

Weiter teilt der Verein mit: „Inge war ein ganz spezieller Mensch und eine Legende auf dem Kiez. Für uns unvorstellbar, dass wir Inge nicht mehr auf unseren Streifzügen antreffen werden. Wir sind sehr traurig und hoffen, dass sie jetzt ihre Ruhe gefunden hat.“